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Posts Tagged ‘ Social Media Manager ’
Heute richten wir unseren Fokus auf die Agenturszene. Robert John Doelling ist Autor des Buches “Information Performance – Wie aus Kunden die besten Vertriebspartner Ihres Unternehmens werden” und seit vielen Jahren im Online-Marketing von regenerativen Energien tätig. Momentan ist der Diplom Kaufmann Social Media Manager bei der DAA GmbH in Hamburg und betreut mehrere Portale aus der Solar-Branche, z.B. den Heizungsfinder.
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Ich denke, dass ein Social Media Manager grundsätzlich ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Verständnis für den Kunden und Kreativität mitbringen muss. Das wird bereits bei der Strategiefindung für jedes Social Media Konzept nötig, wenn man sich die Frage stellt, was bestehende und zukünftige Kunden in der Art interessieren könnte, dass sie es für wertvoll erachten mit dem Unternehmen über Facebook und andere Kanäle in Kontakt bleiben zu wollen. Ich arbeite zudem in einer Branche, die von sehr langen Kaufentscheidungsprozessen geprägt ist und daher auch ein dementsprechendes Marketingwissen erfordert. Da ich hierüber allerdings meine Diplomarbeit verfasst und 5 Jahre als Marketingmanager im Bereich regenerativer Heizungstechnik gearbeitet habe, fiel es mir jedoch leicht, auch als Quereinsteiger im Social Media Management Fuß zu fassen. Zudem halte ich es für sehr wichtig, auch “offline” Spaß an der Kommunikation der Unternehmensthemen zu haben und, sich als Person in die dementsprechenden Netzwerke einzubringen.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Wer sich für erneuerbare Energien interessiert, der hat in vielen Fällen ein ausgesprochen großes Informationsbedürfnis, um abwägen zu können, ob diese oder jene Technik für ihn geeignet ist. Dies ist ein komplexer Entscheidungsprozess, der sich über viele Monate hinziehen kann. Daher gibt es sehr viele Ansatzpunkte, mit einem Interessenten in Kontakt zu kommen. Zu meinen Aufgaben zählt daher vor allem die Organisation und Planung aller Social Media Kanäle und Inhalte, zu denen neben Facebook, Google+ und Twitter auch unsere Blogs, Newsletter und Mailingaktionen gehören. Da wir als Intermediär zwischen Endkunden und Unternehmen sowohl national als auch in USA und UK tätig sind, setzen wir auch mehrere Social Media Strategien gleichzeitig um. Zum Glück werde ich dabei aber von zwei Kollegen unterstützt. Darüber hinaus arbeite ich eng mit unserem strategischen Marketing, Vertrieb und unserem Affiliate Management zusammen und versuche zwischen uns und unseren Fans, Followern, Circles und Bloglesern “Brücken” zu bauen und in unserer Social Media Kommunikation immer auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Eine besondere Herausforderung kann ich da garnicht benennen. Für mich ist die Entwicklung der Social Media und das Finden eines eigenen Weges eigentlich die größte Herausforderung. Ich persönlich denke, dass man als Social Media Manager einer gewissen digitalen Evolution unterliegt. Man fängt meistens als Außenstehender an und durchläuft dann mehrere Evolutionsstufen bis man letztlich als Person hinter seinen Social Media-Aktivitäten wahrgenommen wird. Diese Entwicklung ist für mich spannend und jeden Tag eine neue Herausforderung, authentisch und individuell und trotzdem als Sprecher eines Unternehmens wahrgenommen zu werden. Das klappt, wenn man sich mit dem Unternehmen und dem Produkt oder der angebotenen Dienstleistung voll identifizieren kann. Die Branche der Erneuerbaren macht diese Identifikation relativ einfach. Ich kann mir aber auch Branchen vorstellen, wo gerade diese Identifikation sehr schwer sein kann und für einen Social Media Manager zur größten Herausforderung wird.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Falls Sie so etwas meinen, wie einmal einen Facebook-Post falsch zu formatieren, dann hab ich damit keine Probleme. Irren ist menschlich und genau das ist es doch, was wir und unsere Fans wollen. Mehr Persönlichkeit und weniger durchgestylte, perfekte Hochglanzkommunikation.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Ich arbeite eng mit zwei Kollegen zusammen. Wir besprechen täglich, welche Inhalte wir auf unseren Blogs bringen wollen und sammeln kontinuierlich Ideen für Social Media Inhalte. Um dies gezielt zu organisieren, haben wir eine extra Social Media-App entwickelt, mit der wir diese Prozesse gezielt koordinieren. Zudem versuche ich immer auch den Kontakt zu Kollegen aus der Online-Redaktion und mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb und Kundenservice zu halten. Das funktioniert bei uns sehr gut, da wir uns tagtäglich über den Weg laufen. Hier zählt also der persönliche Kontakt. So erfahre ich immer was im eigentlichen Geschäft gerade los. Das nutze ich dann häufig für kurze Posts auf Facebook oder einen netten Tweet bei Twitter. Letztlich reflektiere ich durch diese Eindrücke auch unsere Social Media Strategie oder reiche Anregungen und Ideen an die betreffenden Stellen weiter.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Wie bereits angedeutet ist das “Mitnehmen” der Kollegen besonders wichtig. Mir ist es wichtig, dass sich jeder Mitarbeiter in unseren Social Media Aktivitäten wiederfindet. Daher haben wir auch eine Jour Fix eingerichtet, in der ich in regelmäßigen Abständen alle Mitarbeiter in gemütlicher Runde über unsere Aktionen informiere, über unsere Fortschritte berichte und Meinungen und Stimmungen einfange. Mein Kredo ist allerdings, dass sich kein Mitarbeiter verpflichtet fühlen soll, uns auf z. B. Facebook persönlich zu liken oder sonstwie zu interagieren. Das ist absolut freiwillig. Ich habe das Gefühl, dass sich so ein entspannteres Gefühl gegenüber Facebook und Co. eingestellt hat und keine Guidelines oder Regeln aufgestellt werden müssen. Da wir aber auch ein sehr junges Unternehmen mit vielen kreativen Mitarbeiten sind, ist eh eine hohe Affinität zu allen Online-Medien eher gegeben als anderswo.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Ich bin hier in Hamburg immer gerne auf Fortbildungsveranstaltungen unterwegs und bin in vielen Gruppen aktiv, in denen es sich um Social Media und Community Management dreht. So fühle ich mich immer nahezu uptodate. Zudem arbeitet ein Social Media Consultant direkt in unserem Bürogebäude, mit dem ich mich häufig austausche und der auch immer ein offenes Ohr für mich hat. Ich kann daher nur empfehlen, sich mit richtigen Experten kurzzuschließen und sich beraten zu lassen, da das Thema Social Media, insbesondere die technische Umsetzung, viel zu komplex ist, als dass man das ganz alleine bewältigen könnte. Hier gilt: Sei offen für alles Neue, helfe anderen und lass dir helfen.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Ich denke, dass sich das Tätigkeitsfeld eines Social Media Managers deutlich ausweiten wird. Im Zuge des Bedeutungsverlusts klassischer Medien könnte ich mir sogar vorstellen, dass der Posten des Pressesprechers im Social Media Management aufgehen wird. Ich selber halte dies auch für dringend geboten, da ich sehr oft selbst erleben musste, dass Pressestellen nur unzureichend auf Anfragen von Online-Medien wie Blogs vorbereitet sind und die immer noch eine strikte One-Way-Kommunikation pflegen. Das ist unzeitgemäß und verbaut dem Unternehmen viele Chancen, auch Netzwerke in Social Media für sich selbst zu nutzen.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Wer sich für die Mitarbeit im Social Media-Bereich interessiert, der sollte keine Scheu haben, sich gezielt bei Unternehmen für ein Praktikum zu bewerben. Meiner Meinung nach zählt Praxiserfahrung mehr als die bloße Theorie. Und wenn man ein paar Projekte begleitet hat, besitzt man auch die nötige Sicherheit und Durchhaltevermögen, eigene Projekte umzusetzen.
Bildquelle: DAA Deutsche Auftragsagentur GmbH
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Auch beim TÜV Rheinland CERT wird auf den Kanal “Social Media” gesetzt. Lisa Frischer, die das Thema bei ihrem Arbeitgeber von Anfang an begleitet ist sich sicher: ein Social Media Manager muss für die Sache brennen, manchmal gegen interne Windmühlen ankämpfen, in- und externe Netzwerke aufbauen und idealerweise Marketing- und PR-Erfahrungen mitbringen. Auch Radio- und TV-Kenntnisse können ihrer Meinung nach von Vorteil sein. Welche Aktivitäten zu ihrem Aufgabengebiet zählen, wie sie persönlich ihre Herausforderungen meistert und auf was Ihr Euch einstellen könnt, wenn Ihr ebenfalls die Social Media Kanäle Eures Wunsch-Arbeitsgebers orchestrieren möchtet, erzählt Lisa Frischer uns jetzt im Interview. Wir wünschen Euch viel Gewinn und ein erholsames Wochenende!
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Die wichtigste Fähigkeit, die ein Social Media Manager mitbringen sollte, ist die Begeisterung für das Thema Social Media und die Gabe, diese Begeisterung an andere weitergeben zu können. Meist ist die Etablierung des Themas intern der Weg zum externen Erfolg. Kommunikations- und Präsentationsfreude sind hierbei unerlässlich. Hierfür sollte ein Social Media Manager idealerweise aus dem Tätigkeitsumfeld des Marketing, der PR oder des Journalismus kommen. Hinzu kommt, dass ein erfolgreicher Social Media Manager in der Lage sein muss sich intern und extern ein Netzwerk aufzubauen und Kollegen zu koordinieren. In vielen Unternehmen muss man sich zu Beginn häufig gegen Widerstände durchsetzen und Überzeugungsarbeit leisten können. Um multimediale Inhalte auch einmal spontan zu erstellen, Veranstaltungen zu begleiten und Inhalte über Videos oder Podcasts zu transportieren, ist es von Vorteil, wenn man Erfahrungen aus Film und Radio mitbringt. Eigentlich ist ein Social Media Manager ein kreatives und kommunikationsfreudiges Wesen, das Erfahrungen mit verschiedenen Medien gemacht hat und begeistert von den Möglichkeiten des Social Web ist.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Wir haben in unserem Unternehmensbereich Systeme bei TÜV Rheinland das Thema Social Media von null an begonnen. Vor meiner Tätigkeit gab es keine Kommunikation über soziale Medien. Das bedingt, dass meine Tätigkeit in erster Linie den Aufbau des Projektes und die Schaffung von Akzeptanz interne und extern beinhaltet. Ich kümmere mich um unsere XING-Seite und demnächst unseren Twitter-Kanal, bin auf Veranstaltungen mit Vorträgen zum Thema Social Media vertreten, begleite Veranstaltungen mit meiner Videokamera und produziere Videos, Interviews und Podcasts. Um internes Verständnis zu schaffen, gebe ich Schulungen und habe stets ein offenes Ohr für Fragen meiner Kollegen. Außerdem monitore ich das Internet zwecks Themenrecherche und Stimmungsrecherche, optimiere unsere Webseite für Google und arbeite eng mit allen Kollegen bei TÜV Rheinland zusammen.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
In der Welt des Social Web ergeben sich jeden Tag neue Herausforderungen. Die größte Herausforderung ist es jedoch, skeptische Kollegen von Social Media zu überzeugen und mit dem Thema zu begeistern. Hierfür muss man lernen immer wieder die richtigen Argumente aufzuzeigen und Erfolge sichtbar zu machen.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Wir alle sind Menschen und machen Fehler. Das gehört für mich zum Arbeiten dazu, denn nur wer Fehler macht, kann sich verbessern. Handlungsbedarf besteht meiner Meinung nach erste, wenn der gleiche Fehler mehrmals vorkommt oder Fehler sich bei einer Person häufen.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Unternehmenskommunikation ist ein alter Hut. Das beherrschen wir aus dem FF. Was sich durch Social Media ändert, ist die Möglichkeit neue Kanäle zu nutzen, mehr Menschen zu erreichen und multimedialer zu arbeiten. Deshalb arbeite ich am engsten mit meinem eigenen Team zusammen. Meine Kollegin, die sich um PR und Marketing kümmert, hat häufig die Themen, die ich überarbeitet im Social Web verwenden kann. Den Social Media Redaktionsplan gestalte ich in Abstimmung mit ihr. Dadurch, dass wir ein vielschichtiges Unternehmen sind und viele verschiedene Branchen bedienen, bauen wir uns derzeit ein Netzwerk von Kollegen auf, die sich in ihrer Branche besonders gut auskennen und über Neuerungen und interessante Themen gut informiert sind. Geplant ist dann eine monatliche Redaktionssitzung um Themenschwerpunkte zu erarbeiten. Unerlässlich ist auch ein ständiger Austausch über Social Media mit Kollegen aus allen Bereichen bei TÜV Rheinland.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Wie bereits erwähnt, ist eine meiner wichtigsten internen Aufgaben, Akzeptanz für das Thema Social Media zu schaffen, durch Schulungen und Präsentationen. Es ist mir außerdem sehr wichtig, dass alle meine Kollegen wissen, dass sie mit Fragen und Anregungen rund um das Thema stets zu mir kommen können. Oft entfacht das reine Klären von Fragen bei Menschen eine Begeisterung für das Thema. Sicherlich bieten unsere Kanäle im Social Web auch für unsere Mitarbeiter eine hervorragende Möglichkeit um „Up-to-date“ zu bleiben. Das wichtigste, was ich mir immer wieder vor Augen halte ist, dass jeder Mitarbeiter ein hervorragender Markenbotschafter sein kann! Interne Akzeptanz schaffen, bedeutet externen Erfolg haben!
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Wir versuchen weitestgehend ohne externe Unterstützung zu arbeiten. Agenturen ziehen wir nur in punkto Design und Analysen hinzu.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Social Media wird sich immer weiter in die bisherige Unternehmenskommunikation einfügen. Es ist kein Hexenwerk, sondern vielmehr sind es neue Kanäle und erweiterte Möglichkeiten zu kommunizieren. Die Herausforderung, die bleibt, ist relevanten Inhalt stetig zu erzeugen.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Mein bester Tipp: „Trauen Sie sich!“. Am wichtigsten ist eine Begeisterung für das Thema und eine persönliche Affinität. Wenn Sie das als Bewerber zeigen können und über die genannten Qualifikationen verfügen, haben Sie große Chancen. Ich finde ein großes Plus ist es, wenn Social Media Manager jung sind und in die Generation der Digital Natives gehören. Keine falsche Scheu, wenn Sie noch jung sind, das ist Ihr Vorteil gegenüber anderen in dieser Branche!
Bildquelle: TÜV Rheinland CERT
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Kommen wir von den Start-up-Unternehmen zu den Marketing-Dienstleistern. Nach Ansicht von Bryan Graf sind Social Media Manager kommunikationsstarke Generalisten, die schon privat äußerst aktiv auf Twitter, Facebook, Instagram & YouTube zu Gange sind und bereits nervös werden, wenn sie einmal ihr Smartphone daheim vergessen haben. Graf´s Business-Alltag bei der schweizer INM AG ist exakt durchgeplant, wobei Vieles nach guter alter Multitasking-Manier auf mehreren Ebenen abgearbeitet und koordiniert wird. Wie und wo der Social Media Manager agieren, planen, kommunizieren, vermitteln, reporten und monitoren muss, erzählt er uns jetzt am besten selbst.
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Er (und natürlich auch sie) sollte eine kommunikative Persönlichkeit sein und auch ein Gespür für das Zwischenmenschliche haben. Auch wenn man mehrheitlich digital unterwegs ist, hat man es grundsätzlich immer mit Menschen zu tun. Eine Affinität zu den neuen Medien muss natürlich auch gegeben sein; man muss sich aktiv für die Trends interessieren, sich ständig informieren und in den Social Media unterwegs sein. Vom Tätigkeitsfeld her gibt es ja noch keine zwingenden Grundvoraussetzungen. Ich habe einen Background in Marketing & Kommunikation, was sicherlich dem Daily Business zugutekommt – aber auch ich galt als Quereinsteiger. In der Schweiz gibt es die eine oder andere Ausbildung zum Social Media Manager, wobei das sind Basics und/oder Best Practices – sicher nicht schlecht, aber grundsätzlich lernt und wächst man mit der Erfahrung. So sollte man vielleicht schon auf privater Basis als Community Manager Erfahrungen gesammelt haben, einen Blog betreiben oder irgendwo aktiv mitbloggen und auch auf konzeptioneller Ebene stark sein – sprich das eine oder andere Konzept schon mal geschrieben haben. Erfahrung im Projekt Management ist auch ganz hilfreich. Der Social Media Manager wie ich ihn kenne, ist ein kommunikationsstarker Generalist.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Kein Tag gleicht dem anderen – so wurde es mir beim Einstellungsgespräch mitgeteilt und so ist es auch gewesen. Es gibt Arbeiten auf konzeptioneller Basis wie das Entwickeln einer Kampagne, dann aber auch Community Management, Beratung, Redaktion, Seeding, sowie auch ganz wichtig das Monitoring und Reporting. Die Arbeit in Social Media ist nicht willkürlich, sondern wird immer ganz klar konzeptionell angegangen; nach einer eingehenden Analyse wird klar definiert, wen wir ansprechen, über welche Kanäle wir dafür gehen, wie die Tonalität ist, wie / wann kommuniziert wird, inklusive Timetable. Für die Aktivitäten muss laufend ein Monitoring gemacht und am Schluss sowie auch Zwischendurch ein Reporting erstellt werden, in welchem alle Aktivitäten analysiert und ausgewertet sind. Nur anhand umfangreicher Resultate lässt sich ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess durchführen. Manchmal fallen auch kleinere Programmier-Arbeiten an. Die INM AG hat zudem einen eigenen Blog namens website-marketing.ch in welchem wir täglich über News zu Social Media, SEO und anderen Themen im Online Marketing berichten.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Multitasking 24/7 & Prioritäten setzen. Social Media ist eine schnelllebige Welt – auf Fragen und Kommentare wird immer eine Antwort erwartet und dies relativ zeitnah. Dies bedingt, dass man ein gutes Zeitmanagement hat, Prioritäten setzen und aber auch aus einer Arbeit herausgerissen werden kann um einen anderen Task zwischendurch zu erledigen. Social Media ist zudem kein 9-5 Uhr Job – das heisst nicht, dass ich um meinen Schlaf komme, aber es sollte zumindest eine Bereitschaft da sein, auch ausserhalb der Arbeitszeit gewisse Aktivitäten auf dem Radar zu haben und allenfalls zu reagieren. Social Media macht man heute nicht damit man’s macht, sondern mitunter nebst Imagetransfer auch um die Verkaufszahlen zu steigern. Allerdings muss man darauf achten, dass man bei der Kommunikation nicht zu tief ins Werberische reinrutscht, denn klare Werbebotschaften sind in Social Media verpönt. Und dennoch muss jede Aktivität ein Ziel haben, es geht (fast) immer um Conversion.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Menschen machen Fehler – und aus Fehlern kann man lernen. Schnelle, offene und transparente Kommunikation ist hierbei sehr wichtig, wie auch die Ehrlichkeit einen Fehler einzugestehen.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Ich spreche mich täglich mit meinem direkten Vorgesetzten ab. Wöchentlich haben wir mit dem CEO zudem ein Meeting, in welchem die Wochenaktivitäten angeschaut und besprochen werden. Aber natürlich auch bei der Zusammenarbeit mit dem Kunden sollte eine rege und offene Kommunikation stattfinden. Meiner Erfahrung nach schätzen es die Kunden sehr, wenn sie regelmässig aktiv und ausführlich über unsere Arbeiten auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Wir bei der INM AG sagen dem Kunden, was etwas bringt oder nichts bringt und wieso wir agieren, wie wir agieren. Ein proaktives Kommunizieren und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit fördert zudem das Vertrauen des Kunden gegenüber der Agentur, was uns wiederum mehr Freiheiten einräumt.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Die INM hat eine flache Hierarchie und bisher hat die Kommunikation von der Geschäftsleitung bis zu mir als normaler Mitarbeiter immer geklappt. Allgemein gilt es Prozesse zu vereinfachen, die E-Mail Flut zu bewältigen, wichtige Dokumente immer am richtigen Ort abzulegen und offen zu kommunizieren damit jeder weiss, was der andere tut. Zudem das Fachwissen nicht für sich behalten, sondern auch weitergeben.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Die INM AG ist eine One-Stop-Shop Internet und Online Marketing Agentur. Aber natürlich haben auch wir unser Netzwerk an Spezialisten, die hinzugezogen werden können. Wir können nicht in allem die Besten sein – versuchen es aber
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
2 Jahre sind eine lange Zeit in der digitalen Welt, weshalb ich mich nicht traue eine Prognose zu geben. Primär wird das in Abhängigkeit sein, wie sich die Social Media Plattformen weiterentwickeln werden – welche werden verschwinden und was für neue kommen vielleicht dazu. Es ist zu beobachten, dass sich Social Media und SEO (Suchmaschinenoptimierung) zunehmend verschmelzen, was vielleicht zu neuen Berufsbildern und / oder einer besseren Trennung der Arbeitsbereiche eines Social Media Managers mit sich mitbringen kann. Momentan sind wir alle ein wenig Generalisten, vielleicht bringt die weitere Entwicklung eine stärkere Spezialisierung der Berufsgattung(en) mit sich.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Interessiere dich für das was sich im Bereich Social Media, SEO und Online Marketing vor sich geht. Lese nicht nur davon, sondern nutze es auch und baue dir deinen eigenen Erfahrungsschatz auf. Sei offen und hab keine Berührungsängste mit neuer Technologie. Starte deinen eigenen Blog, scheue dich nicht davor auch mal ein YouTube Video zu machen. Auf Twitter hast du mehr als nur einen Tweet, du schiesst Bilder mit Instagram und wirst nervös, wenn du dein Smartphone mal zu Hause vergessen hast (gibt’s das überhaupt?) Zudem weisst du was Pinterest ist. Pflege dein Netzwerk sowohl online als auch offline. Unser Online Marketing Manager und mein Vorgesetzter Michael Fürer sagte es einst treffend: „Social Media Marketing is easy to handle, but hard to Master.“
Bildquelle: INM AG
social media karriere bringt Social Media Manager und Unternehmen zusammen. Falls Sie in Ihrem Unternehmen eine Social Media Vakanz zu besetzen haben oder aber auf der Suche nach einer Anstellung im Social Media Umfeld sind - wir unterstützen Sie gern!
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Besonders bei Start-up-Unternehmen tragen Social Media Manager aufgrund begrenzter Team-Kapazitäten viel Verantwortung und treffen Entscheidungen zum großen Teil selbst. Bei den DS Digitalen Seiten GmbH hat Frederike Pollner das Social-Media-Ruder in der Hand. In ihrem Geschäftsalltag denkt sie sich in ihre B2B-Zielgruppe hinein, zapft mehrmals täglich am digitalen Infohahn und kümmert sich darüber hinaus um die klassische Unternehmenskommunikation. Was sonst noch in ihr Aufgabengebiet fällt und wie sich nach ihrer Ansicht das Berufsbild Social Media Manager weiterentwickelt wird, verrät die Kommunikationsmanagerin in unserem Interview. Viel Spaß!
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Kreativität und Kommunikationsfähigkeit sind zwei unerlässliche Fähigkeiten. Sonst macht der Job nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr. Denn man muss jeden Tag bereit sein, neue Ideen für Communities zu entwickeln und mit Fans zu kommunizieren. Außerdem sollte man Internetaffinität mitbringen – wer sich selbst so gut wie nie online bewegt, wird auf Dauer mit einem Job als Social Media Manager(in) nicht glücklich.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Tägliche Recherche von Themen, die für unsere Communities interessant sein könnten. Das heißt, jeden Tag RSS-Feeds lesen, das Social Web durchforsten und Newsletter der Industrie lesen, um herauszufinden, was die Handwerksbranchen (Dachdecker, Maler) bewegt. Außerdem natürlich auch die Konkurrenz im Blick behalten, die eigenen Seiten vernetzen und Interaktionen auf unseren Präsenzen beobachten und steuern. Das kann sich auch ab und zu in den Feierabend oder das Wochenende ziehen, ist aber wichtig, um schnell reagieren zu können.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Es ist jeden Tag eine Herausforderung, sich in verschiedene Zielgruppen (Handwerker wie Dachdecker oder Maler) hineinzudenken und Themen zu recherchieren, die einen Mehrwert bieten und zu Interaktionen führen.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Ich ärgere mich kurz, versuche den Fehler so gut wie möglich zu korrigieren und mache dann weiter. Ich weiß auch nicht alles und Fehler passieren nun mal ab und an.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
In der Regel ist es in einem Start-Up Unternehmen so, dass jeder viel Verantwortung trägt und entsprechend selbstständig Entscheidungen treffen muss. Das gilt auch für die DS Digitale Seiten GmbH. Beim täglichen Betrieb entscheide ich in der Regel selbst und stelle Prozesse so auf, dass sie für mich passen und möglichst effektiv sind. In dem Moment, wo es um Schnittstellen zu anderen Bereichen geht (z.B. unserem Innendienst oder der Grafikdesign-Abteilung) entwickeln wir Prozesse gemeinsam. Bei größeren Entscheidungen bzw. Budgetfragen stimme ich mich kurz mit unserer Geschäftsleitung ab.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Da wir noch ein recht kleines Unternehmen sind (etwa 30 Mitarbeiter) ist die interne Kommunikation noch gut auf dem direkten Weg zu handhaben. Da ich jedoch nicht nur für den Bereich Social Media zuständig bin, sondern auch für die Außenkommunikation bzw. PR, informiere ich das Team auch immer wieder über Neuigkeiten aus unserem Unternehmen.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Nein – bisher nicht. Ich treffe mich aber regelmäßig mit anderen Social Media Managern und stehe über Facebook und XING mit einigen in engem Kontakt. So kann man den Überblick behalten, Erfahrungen austauschen und einen Blick über den Tellerrand werfen, um zu sehen, wie es bei anderen läuft.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Momentan sind sich viele Unternehmen bewusst, dass Social Media ein wichtiger Bereich mit vielen Vorteilen für die interne und externe Kommunikation ist – genauso viele wissen jedoch auch (noch) gar nicht, wie sie das Thema angehen sollen und brauchen noch Zeit, um sich mit dem Thema anzufreunden. In zwei Jahren wird sich das Thema in den meisten Unternehmen etabliert haben und Ziele genauer festgelegt werden. Ausgebildete Social Media Manager mit Berufserfahrung werden dann auf jeden Fall gebraucht werden.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Es gibt zahlreiche Blogs, die sich mit Social Media Themen beschäftigen und vorab einen guten Einblick in die Tätigkeitsfelder geben. Außerdem kann es nicht schaden, selbst auf verschiedenen Plattformen aktiv zu sein und sich anzusehen, wie Unternehmenskommunikation über Social Media funktionieren kann.
Bildquelle: DS Digitale Seiten GmbH
social media karriere bringt Social Media Manager und Unternehmen zusammen. Falls Sie in Ihrem Unternehmen eine Social Media Vakanz zu besetzen haben oder aber auf der Suche nach einer Anstellung im Social Media Umfeld sind - wir unterstützen Sie gern!
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Im Auftrag eines namhaften Nahrungsmittelherstellers im Raum Frankfurt, suchen wir ab sofort einen Manager Marketing/Social Media (m/w) in Festanstellung und Vollzeit.
Ihre Aufgaben:
- Aufbau und Pflege neuer Kundenbeziehungen und Kommunikationswege
- Fortführung der Online-Marketing-Strategien
- Koordination, Steuerung und Durchführung und Online-Marketing und Social-Media-Kampagnen
- Budget-Controlling und Kontrolle der Zielerreichung Online-Marketing/Social Media
- Koordination & Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern
Ihr Profil:
- Erfolgreich abgeschlossenes Studium in Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaften oder vergleichbares
- Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Bereich Brand Management, (Social)-CRM
- Erfahrung in der Umsetzung von Marketingplänen in den digitalen Medien, Zusammenarbeit mit Agenturen, Konzeption und Umsetzung von Kampagnen
- Fit im Umgang mit gängigen Social Media Tools und Social-Media-Marktkenntnis
- Konzeptionsstark
- Sehr gute Office-Kenntnisse
- Zuverlässig, eigeninitiativ, belastbar und leidenschaftlich für die Sache
- Kommunikativ, empathisch und durchsetzungsfähig
- Verhandlungssicheres Englisch
Was wir von Ihnen benötigen:
- Bewerbung (Anschreiben & Lebenslauf)
- Kontaktdaten,
- Zeugnisse,
- Bisherige Social-Media-Projekte/Erfolge,
- Gehaltsvorstellung.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit dem Betreff „Job #13“ inkl. Gehaltsvorstellung und jegliche Anfragen zu dem Stellengesuch bitte per Mail an Fabian Pompe (job13@socialmediakarriere.de). Oder nutzen Sie unser Bewerberformular mit Bezug auf Job #13!
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Auch Veranstalter von Fachmessen können durch den Einsatz von Social-Media-Maßnahmen Vertrauen bauen und dadurch ihre Kundenbindung stärken. Jasmin Dittrich, die sich bei der Spielwarenmesse eG für das Social Media Marketing verantwortlich zeichnet, klärt uns auf worauf es bei ihrem Always-on-job ankommt!
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Als Social Media Manager ist es wichtig, ein Gespür für die verschiedenen Stimmungen zu haben. Man interagiert täglich mit Kunden und externen Dialoggruppen und muss immer mit einem Ohr bei den Fans und Followern und mit dem anderen am Unternehmen und dessen Mitarbeitern sein. Dafür sind Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Trendgespür und Kreativität unablässig. Zudem sollte man flexibel und schnell sein; Redaktionspläne müssen praktisch täglich angepasst werden und geplante Inhalte oftmals aktuellen Neuigkeiten weichen. Ansonsten sollte man beachten, dass ein Social Media Manager nahezu immer online ist. Das Internet kennt weder Öffnungszeiten noch Wochenende.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Während der Spielwarenmesse bin ich Tag und Nacht als rasender Reporter unterwegs. Ich bin bei jedem Event vor Ort, mache Fotos und Videos und berichte live, was gerade passiert. Ansonsten gehören Recherche sowie die Erstellung von redaktionellen Inhalten für unsere vielzähligen Social Media Kanäle zu meiner Arbeit. Dabei betreue ich die Facebook Seiten der Spielwarenmesse sowie der Initiative Toys go green, die deutschen und englischen Twitter Kanäle sowie die Accounts auf YouTube, Google+, Foursquare und Pinterest. Außerdem bin ich für die Unternehmensseiten bei Xing und LinkedIn sowie die eigene Branchen-Community und Content-Plattform YourToyCom verantwortlich.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Als Veranstalter einer Fachmesse richtet die Spielwarenmesse eG den Großteil ihrer Kommunikation auf B2B-Kunden aus. Gerade im Social Web ist das nicht immer einfach, da hier weniger die schnelle Kaufentscheidung im Vordergrund steht. Es geht vielmehr darum, Vertrauen aufzubauen und bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen. Deshalb versuche ich jeden Tag die geeignete Mischung zwischen reinen Business-Themen und emotionalem Content zu finden. Denn letztendlich steckt hinter jedem B2B-Kunden ein Mensch, der auch im Social Web emotional angesprochen werden möchte.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Fehler lassen sich im Social Media Bereich schwieriger vertuschen als vielleicht in anderen Bereichen. Deshalb versuche ich so offen wie möglich zu kommunizieren; dass dabei etwas schief laufen kann, liegt in der Natur der Sache. Sollte sich wirklich mal ein Fehler einschleichen, ist es wichtig damit offen umzugehen – denn Vertrauen und Offenheit sind essentiell für die Kommunikation im Social Web.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Als Marketing Manager Social Media bin ich für die gesamte Social Media-Kommunikation verantwortlich und habe dementsprechend viel Handlungsspielraum. Das ist enorm wichtig, da man nur so eine schnelle Reaktion und eine entsprechende Transparenz gewährleisten kann. Ich agiere quasi als Schnittstelle zwischen allen Abteilungen der Spielwarenmesse eG. Deshalb tausche ich mich regelmäßig mit den Verantwortlichen aus allen Abteilungen über interessante Themen, Neuigkeiten und Probleme aus – ganz egal ob Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement oder IT.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Als zentraler Ansprechpartner für den Bereich Social Media stehe ich allen Mitarbeitern für Fragen zu Facebook, Twitter und Co. zur Verfügung. Zudem weise ich in regelmäßigen Abständen auf die Vorzüge und natürlich auch auf die Gefahren sozialer Medien hin. Als Grundlage habe ich Social Media Guidelines entwickelt, die bei der Orientierung in sozialen Netzwerken helfen. Dass ich ständig online bin, hat gerade für meine Kollegen Vorteile: Neuigkeiten und Trends filtere ich je nach Aufgabenbereich heraus und leite sie entsprechend weiter.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Impulse von außen sind sehr wichtig. Dabei setzen wir allerdings weniger auf externe Berater als auf die Meinungen unserer Kunden, Partner und Fans – denn nur so wissen wir, was unsere Zielgruppe wirklich von uns erwartet und mit welchen Inhalten wir begeistern können.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Schon heute haben viele Unternehmen erkannt, dass eine Webseite alleine nicht mehr die Anforderungen der Kunden und der Öffentlichkeit erfüllen kann. Der permanente Dialog zwischen Zielgruppe und Unternehmen ist zur Selbstverständlichkeit geworden und für immer mehr Stakeholder ist es ganz natürlich, dass dieser Dialog über sozialen Medien geführt wird. Social Media ist nicht mehr länger nur eine nette Erweiterung, Social Media ist zum essentiellen Bestandteil eines erfolgreichen Unternehmensauftritts geworden – gerade deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass der Social Media Manager in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen und eine zentrale Rolle innerhalb der Unternehmensstrukturen einnehmen wird.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Man muss schon ein ziemlich „Freak“ sein (lacht, Anm. der Redaktion). Was ich damit sagen möchte ist, dass eine sehr hohe Affinität zum Online Bereich natürlich Voraussetzung ist. Man darf nicht scheu sein und muss Spaß daran haben, ständig online zu sein, neue Plattformen zu entdecken und sich über die digitalen Trends auf dem Laufenden zu halten. Ein Leben ohne Smartphone oder Tablet-PC ist für mich unvorstellbar.
Bildquelle: Spielwarenmesse eG
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„Alle wollen es. Viele tun es. Nur wenige können es richtig“, sagt Anne Bursch über das Berufsfeld des Social Media Manager. Sie selbst managt derzeit die Social Media Kanäle und Community der LOOX Sports GmbH. LOOX ist eine crossmediale Marke für Training und Ernährung, bestehend aus einem monatlich erscheinendem Printmagazin und einem Online-Portal. Im Interview skizziert Frau Bursch Probleme, Herausforderungen und Chancen der Unternehmen im Social Media-Bereich.
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Ich habe selbst erfahren, dass der berufliche Werdegang – ich bin ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation – kein übergeordnetes Kriterium für eine Beschäftigung als Social Media Manager darstellt. Primär sind kommunikative Fähigkeiten, ein ausgeprägter Teamgeist und der Wille und Mut, Neues auszuprobieren von Bedeutung. Außerdem ist es wichtig, die Werte und Besonderheiten des Unternehmens genau zu kennen und sich damit auseinander zu setzen. Trotz aller Verbundenheit zum Unternehmen darf auch die Rolle des stimmlichen Vertreters der Community nicht zu kurz kommen. Je nach Belangen muss der Social Media Manager in der Lage sein, den Standpunkt des Unternehmens wie auch der Community nachhaltig zu vertreten. Belastbarkeit und Rückgrat sind in diesem Punkt besonders gefragt.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Als Community Manager der LOOX Sports GmbH obliegt mir die Umsetzung der kanalübergreifenden Community Management-Strategie. Ich bin für den operativen Aufbau, die Steuerung und Weiterentwicklung der LOOX-Community verantwortlich. Neben der Verwaltung und Moderation der eigenen Community gehören ebenfalls die redaktionelle Planung und Leitung der Social Media-Präsenzen Facebook, vimeo, twitter, Google+ und des Corporate Blogs dazu. Das Monitoring und das Reporting fallen ebenfalls in meinen Aufgabenbereich. Außerdem fungiere ich als Schnittstelle zwischen der Community und anderen Fachbereichen im Unternehmen.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Das World Wide Web versorgt uns unaufhörlich mit Neuigkeiten. Jeder Tag bringt neue Erkenntnisse mit sich. Die bewährten Technologien verändern sich unermüdlich und es entstehen täglich neue Trends. Die Herausforderung dabei ist, nicht müde zu werden, sich immer wieder den neuen Gegebenheiten anzupassen, ohne dabei den Fokus zu verlieren und die relevanten Informationen für den Community-Dialog herauszufiltern. Technologien und Trends müssen dahingehend bewertet werden, ob sie zu den Unternehmenszielen und dessen Zielgruppe passen. Flexibilität erfordert Ausdauer.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Ich akzeptiere sie und stehe dazu. Bestenfalls lassen sie sich auch korrigieren. Jeder macht Fehler. Sie sind der Beweis für Menschlichkeit. Letztlich gewinne ich wertvolle Erfahrungen, die mich ein weiteres Mal vor diesem Fehler bewahren. Außerdem können Fehler auch zu einzigartigen Lerneffekten führen und somit zu weiteren Chancen für eine positive Entwicklung.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Im Unternehmen gibt es viele Schnittstelle, die eine hohe Relevanz für unsere Social Media-Aktivitäten haben. Um gemeinsam den gleichen Weg zu beschreiten und strukturiert voran zu kommen, sind Abstimmungen und gemeinsame Projekte mit diesen Kollegen das A und O. Im Endeffekt bestimmt die jeweilige Aufgabe, mit wem eine Abstimmung notwendig und sinnvoll ist. Ich arbeite grundsätzlich sehr eng mit den Kollegen aus dem Marketing und der PR zusammen. Darüber hinaus sind auch die Redaktion, das Produktmanagement und die Rechtsabteilung wichtige Ansprechpartner. Durch die Beteiligung der einzelnen Bereiche kann ich Rückfragen jeglicher Art schnell und direkt beantworten.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Das Thema Social Media wird bereits von vielen Kollegen als wichtig erachtet. Sie kommen auch von sich aus mit Ideen zu mir. Trotzdem muss Social Media unternehmensintern stärker positioniert und etabliert werden. Der Kenntnisstand innerhalb des Unternehmens ist sehr unterschiedlich. Nach wie vor gibt es oft Mitarbeiter, denen der Umgang und die Möglichkeiten von Social Media nicht geläufig sind oder die Bedenken haben.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Weitestgehend versuchen wir möglichst viel mit internen Ressourcen abzudecken. Projektbezogen, z. B. für die Entwicklung von Applikationen, setzen wir externe Dienstleister ein. Darüber hinaus halten wir auch unternehmensübergreifend Kontakt zu anderen Social Media-Kollegen, um von positiven Synergieeffekten zu profitieren.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Alle wollen es. Viele tun es. Nur wenige können es richtig. Social Media wird immer intensiver ins Unternehmen hineinwachsen. Es ist ein sehr komplexes und zugleich überaus dynamisches Feld, welches zahlreiche Möglichkeiten bietet. Es erfordert nachhaltige Strategien, Budget und nicht zuletzt entsprechende Ressourcen. Demzufolge wird auch die Nachfrage für Social Media Manager weiter wachsen. Denkbar ist ebenfalls, dass weitere Berufsbilder neben dem Social Media Manager entstehen werden. Außerdem wird die Spezialisierung eine einnehmende Rolle spielen. Sicher ist, dass sich im Social Web in den nächsten zwei Jahren erwartungsgemäß viel entwickeln und verändern wird.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Einen unbemerkten Vorteil haben insbesondere die jungen Berufseinsteiger. Sie nutzen die sozialen Kanäle schon seit ihrer frühsten Jugend. Diese sind Teil ihres alltäglichen Lebens – eine Selbstverständlichkeit. Generell gilt es, die Kanäle vielseitig zu nutzen, Erfahrungen damit zu sammeln und die Entwicklungen zu verfolgen. Trotzdem darf dabei nicht in Vergessenheit geraten, dass Social Media in einem Unternehmen nicht auf die gleiche lockere Schulter genommen werden kann wie das freizeitliche Befeuern der eigenen Pinnwand mit Schnappschüssen aus dem privaten Umfeld.
Bildquelle: LOOX Sports GmbH
social media karriere bringt Social Media Manager und Unternehmen zusammen. Falls Sie in Ihrem Unternehmen eine Social Media Vakanz zu besetzen haben oder aber auf der Suche nach einer Anstellung im Social Media Umfeld sind - wir unterstützen Sie gern!
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Der Social Media Manager sollte eine Affinität zu Kommunikation, Web und Change Management haben. Mut, Offenheit und Kreativität sind sicher nicht fehl am Platz. Idealerweise kommt er aus den Bereichen der Unternehmens- oder Marketingkommunikation oder auch aus dem Journalismus.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der Strategie und die Professionalisierung der Organisation und Prozesse sowie die Etablierung der gewünschten Kultur. Operativ ist das Themen Management, sowie das Monitoring zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit. Zudem darf ich regelmässig intern wie extern über das Thema referieren.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Das Erwirken eines positiven Management-Entscheids zur Öffnung der Social Media Zugänge für unsere Mitarbeiter. Da war doch einige Vorarbeit und Sensibilisierung nötig…
Meist mit Humor… (ja, und ich versuche auch daraus zu lernen…)
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Möglichst pragmatisch und wo nötig mit den involvierten Stellen. Die Zusammenarbeit ist sehr spannend und lehrreich zugleich – nicht nur wegen dem Thema, sondern auch weil sich die Mitarbeiter motiviert engagieren.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Die Entwicklung zur Enterprise 2.0 (oder Social Business) beginnt bei den Mitarbeitern… Mit Sensibilisierung, Unterstützung und guten Beispielen treiben wir diesen Kultur-Change intern voran.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Social Media Plattformen etablieren sich als gängige Kommunikationsmedien und beeinflussen je länger je mehr verschiedenste Geschäftsprozesse. Daher wird das Berufsbild in zwei Jahren viel breiter und noch spannender sein. Wo heute vor allem Kommunikation, Marketing oder HR im Vordergrund steht, wird künftig der Fokus stark auch auf Service, Innovation und CRM sein.
Vernetzen Sie sich intern (falls Sie bereits im Unternehmen arbeiten) um die Assets der Unternehmung aber auch extern mit Experten um die Trends sowie die Interessen der Community zu erkennen. Fragen Sie sich immer, womit eine / Ihre Unternehmung der Community einen Mehrwert über diese Plattformen bieten kann und welche spannende Geschichten dahinter stehen.
Bildquelle: axa-winterthur.ch
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Social Media Manager werden auch in der Metallindustrie gebraucht! Bei dem Lingener Unternehmen Kampmann, das sich für die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Systemen für Heizung, Kühlung und Lüftung verantwortlich zeichnet, übernimmt Melanie Tappe die Orchestrierung der hauseigenen Social Media Kanäle. Wir sprachen mit ihr u.a. über ihre Rolle als internes Social Media Sprachohr, den persönlichen Umgang mit der Datenflut und die tägliche Herausforderung mit dem traditionellen Kampmann-Kunden im Social Web.
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
In Stichworten zusammengefasst würde ich Kreativität, Authentizität und Sensibilität nennen. Fans, Follower, Abonnenten oder wie auch immer sie genannt werden, unterscheiden ganz genau, was eine authentische, aufrechte Meinung ist und was nicht. Ein Social Media Manager muss also ernsthaft hinter seinen Botschaften und Dialogen stehen und darf das Medium nicht als zusätzliches Medium für Frontalbewerbung sehen. Und weil das Netz nichts vergisst, sollte man eine gewisse Sensibilität mitbringen, Stichwort Shitstorms. Kreative, neuen Ideen punkten im Marketing hingegen immer. Das Tätigkeitsumfeld würde ich gar nicht näher einschränken. Erfahrungen aus jeglichen Unternehmensbereichen können bei der Social Media Arbeit nur nützlich sein. Nach meinem BWL-Studium war ich bei der Kampmann GmbH in verschiedenen Bereichen tätig. Zum Beispiel war ich in der Abteilung Einkauf selbst ein umworbener B2B-Kunde. Jetzt nutze ich die Erfahrungen von dort, um die Wirkung von Werbemaßnahmen einzuschätzen. Eine Affinität zu Online-Medien respektive Sozialen Medien sollte natürlich vorhanden sein, wenn man sich in diese Richtung entwickeln möchte.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Einmal ist es das tägliche Monitoring, also zu kontrollieren, was online über unser Unternehmen, die Marke, die Produkte geäußert wird und darauf zu reagieren. Dabei habe ich generell ein „offenes Ohr“ für Themen, die in unseren Zielgruppen relevant sind. Dann nehmen die strategische Planung und die Durchführung unser Social Media Auftritte auf Xing, Facebook, Twitter und Google Plus großen Raum ein. Daran schließen sich Auswertung und Erfolgskontrolle an. Weil ich im Unternehmen die alleinige Ansprechpartnerin für Social Media bin, schule ich die Kollegen und unterstütze sie generell bei allen Fragen rund ums Thema.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Die Kampmann-Kunden kommen aus einer eher traditionellen Branche und unser Vertrieb ist B2B. Daher war intern erst einmal die Frage zu beantworten, wozu ein Spezialist für Heizung, Kühlung und Lüftung überhaupt eine Facebookseite braucht. Von der Geschäftsleitung kommt volle Rückendeckung für Social Media, so dass wir diese erste Hürde gut genommen haben. Übrigens haben die Kollegen erkannt, wie viele unserer Kunden bereits in Netzwerken organisiert sind. Eine besondere Herausforderung sehe ich jetzt im rechtlichen Bereich wie Datenschutz, Urheberrecht, etc. Da lauern einige Stolperfallen, die erhebliche unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen können. Und dann gibt es noch die persönliche Komponente, das Suchtpotenzial von Social Media im Griff zu behalten. Mit der 24/7-Aktivität des Netzes hat man oft das Gefühl etwas zu verpassen.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Fehler kann nur der machen, der überhaupt etwas tut. Wer nichts tut, kann auch nichts falsch machen. So ähnlich hat es Alfred Krupp vor 150 Jahren formuliert, und das ist auch meine Devise. Man braucht keine Angst vor Fehlern zu haben, denn sie sind menschlich und sind im Endeffekt wichtig für einen Lernprozess. Die wahre Stärke liegt für mich darin, Fehler zugeben zu können. Darum bemühe ich mich bei mir selber und schätze das bei anderen.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Grundsätzlich habe ich volle Handlungsfreiheit, welche sozialen Medien bespielt werden mit welcher Strategie. Inhaltlich stimme ich mich mit verschiedenen Abteilungen ab. Ich gehöre zu unserem Kreativ- und Kommunikationszentrum, in dem die Marketing- und PR-Projekte entwickelt werden. Mein Part ist die Umsetzung der Social Media Maßnahmen. Damit gewährleisten wir, dass die Außendarstellung auf allen Kommunikationswegen stimmig ist und den Wiedererkennungswert der Marke stützt. Alles was im Zusammenhang mit Recruiting steht, geschieht in Absprache mit der Personalabteilung. Zusätzliche Aktionen wie z.B. Gewinnspiele stimme ich mit der Geschäftsleitung ab.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Eine meiner ersten Aufgaben war die Erstellung einer Guideline für die Mitarbeiter. Bei uns ist der Kenntnisstand der Kollegen im Bereich Soziale Medien sehr unterschiedlich: Die Digital Natives kennen sich zwar damit bestens aus, vernachlässigen aber zu einem gewissen Grad die Gepflogenheiten einer einheitlichen Unternehmenskultur. Dann gibt es langjährige Mitarbeiter, die von Facebook und Co. nur gehört haben und es für mysteriöse Zeitverschwendung halten. Der Großteil findet sich wohl irgendwo dazwischen. Die Guideline soll alle auf einen einheitlichen Informationsstand bringen. Der Fokus liegt auf Infos und den Möglichkeiten, die Social Media bietet. Wir sensibilisieren für mögliche Gefahren und werben um Unterstützung für unsere unternehmensbezogenen Aktivitäten. Von strikten Verhaltensvorgaben halte ich gar nichts. Wer versucht, das Unternehmen so vor unliebsamen Aussagen der eigenen Mitarbeiter zu schützen, hat das Thema falsch verstanden. Intern kommunizieren wir übrigens über ein Intranet, das eine sehr hohe Akzeptanz in der Belegschaft findet.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Im Bereich Monitoring unterstützt mich ein Dienstleistungstool. Besonders hilfreich sind die schlüssigen Auswertungen, die es liefert. Gelegentlich nehmen wir auch die Hilfe von Agenturen bei technischen und grafischen Umsetzungen von Aktionen in Anspruch. Die strategische Vorgabe kommt aber von uns. Wir halten auch immer wieder Rücksprache mit unserem Anwalt für Medienrecht, damit das Unternehmen in Datenschutzfragen auf der sicheren Seite ist.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Vorweg gesagt: Quantitativ wird sich der Bedarf an Social Media Managern enorm steigern. Die rasanten Zuwachsraten der sozialen Netzwerke, Bewertungsportale oder Blogs bedingen das. Immer mehr Kunden werden ihr Gefallen und Missfallen an Marken online mit der breiten Masse teilen. Den Unternehmen wird nichts anderes übrig bleiben als sich dieser Entwicklung zu stellen; und zwar mit Mitarbeitern, die sich professionell damit beschäftigen. Inhaltlich wird das Berufsbild weitsichtige Kommunikatoren mit Branchenkenntnis verlangen. Sie müssen Trends erkennen und bewerten können; die Zielgruppen beobachten und auf Nutzungsänderungen reagieren. Mitunter sind ganz rasche Reaktionen gefragt, so dass starre Arbeitszeitmodelle diesem Berufsbild nichts bringen. Daneben werden rechtliche Voraussetzungen und Konsequenzen immer stärker in den Fokus rücken, damit muss man sich auskennen. Das Thema Social Media wird sich in den Unternehmen immer stärker etablieren und kein kurzfristiger Hype sein, was manche jetzt noch meinen.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Ob Social Media der richtige Beruf ist, stellt man am besten fest, wenn man in den gängigen Netzwerken mit Spaß unterwegs ist und das Kommunikations- und Marketingpotenzial darin erkennt. In der Literatur, in Seminaren und auf Internetseiten wie dieser gibt es theoretisches Wissen dazu. Ein Praktikum in einem Unternehmen wäre gut um zu sehen, ob das eigene Interesse sich mit unternehmerischen Anforderungen an Social Media deckt. Das Schöne an dem Beruf ist aber, dass er (noch) nicht durch Standards im Lebenslauf fixiert ist.
Wir bedanken uns für das Interview bei Melanie Tappe und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Bildquelle: Kampmann GmbH
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Wir freuen uns, Euch mal wieder ein Interview zum Berufsbild Social Media Manager präsentieren zu können. Diesmal sprachen wir mit Nina Voncken, sie gehört zum Social Media Team der Techniker Krankenkasse.
Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
Ich persönlich glaube nicht, dass ein Social Media Manager einen bestimmten beruflichen Werdegang absolviert haben muss. Grundvoraussetzungen sind aus meiner Sicht eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, der richtige Riecher und Teamgeist. Man muss sich in den sozialen Netzwerken auskennen. Offenheit und Kreativität sowie die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen, sind unerlässlich. Außerdem sollte man belastbar und stressresistent sein und die Fähigkeit haben, Dinge auf den Punkt zu bringen. Überzeugungskraft, vernetztes Denken und Begeisterungsfähigkeit sind unverzichtbar.
Ein PR- oder Marketinghintergrund kann sicher nicht schaden. Noch viel wichtiger finde ich es aber, dass der Social Media Manager sich mit dem Unternehmen und seinen Besonderheiten auskennt. Wenn auch das Community Management übernommen wird, sollte man über ein fundiertes Wissen an Beratungsinhalten verfügen und wissen, wo man weitere Informationen findet.
Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
Ich bin Teil eines fünfköpfigen Teams, in dem wir einer Vielfalt an Aufgaben nachgehen. Wir alle sind Social Media und Community Manager und betreuen alle Kanäle, auf denen die TK aktiv ist, haben aber die grundsätzliche Zuständigkeit für die Plattformen unterteilt. Ich kümmere mich um Facebook und Twitter. Außerdem gehört zu meinen Aufgaben: das Erstellen und Bewerten von Konzepten, die Beratung von Mitarbeitern, Redaktionelles, Vorträge und Präsentationen, Schulungen und einiges mehr wie zum Beispiel auch mal bei einer Veranstaltung selber vor Ort zu sein, die Eindrücke in Text und Bild festzuhalten und in unsere Kanäle zu spielen.
Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
Wenn die Frage auf das eine Aha-Erlebnis abzielt, muss ich leider passen. Der Job als Social Media Manager ist eine stetige Herausforderung, die ich jeden Tag mit viel Motivation und Spaß aufs Neue annehme. Ich denke, am wichtigsten ist es aber, sich und seine Arbeit immer wieder zu hinterfragen und niemals stehenzubleiben.
Man muss auch mal den Mut haben, anders zu reagieren als erwartet wird: Beleidigende Einträge auf unserer Facebook Seite könnten wir aufgrund unserer Spielregeln löschen. Bisher standen wir erst einmal vor dieser Herausforderung, haben uns aber bewusst entschieden, den Beitrag stehen zu lassen und freundlich, aber bestimmt, öffentlich zu kommentieren. Hierfür haben wir viel positives Feedback aus der Community erhalten.
Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
Fehler zu machen (auch wenn ich mich über meine ärgere) ist menschlich und hilft dabei sich zu entwickeln. Ich finde es wichtig, offen zu ihnen zu stehen und aus ihnen zu lernen. Und natürlich gehört es dazu sich zu entschuldigen, wenn andere Menschen betroffen sind.
Wie managen Sie Social Media Prozesse, mit wem müssen Sie sich ggf. abstimmen?
Wir arbeiten grundsätzlich eng mit unseren Kollegen aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und aus den verschiedenen Marketingdisziplinen zusammen, stimmen uns aber auch mit unseren Fachabteilungen ab. Die jeweilige Aufgabe bestimmt, mit wem eine Abstimmung notwendig und sinnvoll ist.
Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
Natürlich gibt es auch bei uns Mitarbeiter, denen das Thema Social Media noch fremd ist oder die Vorbehalte haben. Unsere Aufgabe ist es, allen Mitarbeitern Sicherheit im Umgang mit Social Media zu geben. Ein erster Schritt hierfür war die Implementierung von Social Media Guidelines. Inzwischen sind wir deutlich weiter und schulen die Mitarbeiter in den verschiedenen Organisationseinheiten. Hierbei erläutern wir, wie und warum wir in den verschiedenen Kanälen aktiv sind und veranschaulichen das Thema anhand von Beispielen aus der Praxis. Hierbei ist es schön zu sehen, wie unsere Mitarbeiter sich dem Thema öffnen. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch mit besonders Social Media affinen Mitarbeitern aus verschiedenen Organisationseinheiten statt. Wir tragen ins Unternehmen hinein, dass wir auch intern jederzeit ansprechbar sind. Langfristig ist es natürlich wünschenswert, dass auch die interne Kommunikation mit immer kürzeren Antwortzeiten und weniger Schleifen auskommt. Wir sind auf einem guten Weg.
Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja in welchem Bereich?
Wir haben uns bei der Erstellung unserer Social Media Strategie beraten lassen. Wenn für eine geplante Aktion eine App benötigt wird, arbeiten wir mit Agenturen zusammen und unser Social Media Branding haben wir gemeinsam mit einer Agentur entwickelt. Externe Eindrücke und Anregungen sind hilfreich, wenn man keinen Tunnelblick entwickeln möchte.
Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
Die Zeit des „Wir müssen was mit Social Media machen“ ist vorbei. Einfach nur dabei sein zu wollen, reicht nicht mehr. In den nächsten Jahren werden wir erleben, wie Social Media in gut aufgestellten Unternehmen immer mehr zum festen Bestandteil einer integrierten Kommunikationsstrategie wird. Der Professionalisierung folgt eine Spezialisierung, in der neben dem Social Media Manager sicher auch weitere Berufsbilder entstehen werden.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
Wer im Social Media Umfeld arbeiten möchte, sollte selber auf den verschiedenen Plattformen aktiv sein und ihre Besonderheiten sowie ihre Bedeutung für die Unternehmenskommunikation kennen. Dass man die Social Media Aktivitäten des potentiellen Arbeitgebers mit ihren Stärken und Schwachstellen kennt, halte ich für selbstverständlich. Am allerwichtigsten ist es aber, Leidenschaft für das Thema zu haben.
Wir bedanken uns für das Interview bei Nina Voncken und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg!
Bildquelle: Techniker Krankenkasse
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